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man Rom von der Wiege bis zum Grabe mit Einem Blick in die Runde umfaßt. Aeusserst mahlerisch stellt sich von hier die Ruine des Tempels der Concordia, am Abhange des capitolinischen Berges dar. Camill's und Cicero's Schatten waren um mich. Da ragt der hohe Terrassenberg der Villa Medici wie eine grüne Insel in die Luft empor; dort schwebt die Pinie Colonna luftig auf hohem Stamm emporgetragen, und St. Peter stehet, wie ein zweiter Simon Stylites, auf der Colonna Trajana.

Nun führte ich die Freunde in mein geliebtes Heiligthum der Farnesischen Gärten. Wie einladend steht der offene Sarcophag da, vom alten marmornen Friesbalken gestützt! – welch ein beneidenswerthes Ruheplätzchen zum langen Schlaf unter dieser immer grünen Eichen heiligem Schatten, beym verlornen Lispeln der Fontainen! Es ist unmöglich, daß einem in Rom die Sterbenslust nicht anwandle, bey so vielen reitzend eröfneten Gräbern! Wie rührend ist unter den dicken Eichenkronen der