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zu füllen. In der frühen Dämmerung des kurzen Tages besuchten wir Vesta's Heiligthum, welches nur um einen kurzen Rebengang vom Hause entfernt ist. Lange sahen und hörten wir, auf das Geländer der kleinen Platteforme, die den Abgrund überblickt, gelehnt, dem Schaumsturz und Getöse der Wasserfälle zu. Herrlich ist's, die vom breiten Damm stillabgleitende Fluth stäubend durch die hohe perspektivische Brückenwölbung hinströmen und dann gerade vor uns, durch nächtliche Klippenengen sich windend, verschwinden zu sehen! Mächtig erinnerte mich dieser Anblick an die schauerlich schöne Brücke von Verzasca bey Locarno – wo ich unerschrocken an der treuen Freundes – Hand in den Klippengrund hinabstieg, in welchem der grüne Felsstrom kochte. Unsere Sehnsucht flog über die Apenninen und der Alpen himmelantrotzende Zinnen dem geliebten Freunde zu, und die heilige Natur vereinte die Getrennten in ihren alles umfassenden Armen.
Der lange Winterabend vergieng schnell.