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dargestellt; der Gewänderwurf um die Glieder der Jungfrau ist von der höchsten Schönheit.
2.) Deckengemählde: Gott, der Adam belebt. Wie kühn, und wie naiv zugleich, ist die Idee des weiten Gewandes, mit Engelkindlein erfüllt. Dies trauliche Lebensgewimmel um den erhabenen Greis erweckt ein Gefühl der gütigen Allmacht, welches zur Anbetung wird. Allein Adam ist doch wirklich der unbeholfenste Erdenkloß, der noch je menschliche Bildung im Fleisch und Bein, auf Leinwand oder in Marmor empfieng. Er scheint dem aesthetischen Blick unbelebbar, und bestimmt, sein ganzes Daseyn zwischen Schlaf und Wachen hinbringen zu sollen!
3.) Wie lieblich ist dagegen in der Schöpfung der Eva die holde schüchterne Gestalt, voll Ausdruckes einer zärtlichen dankbaren Rührung! Die Arme – man verzeiht ihr im Voraus den Fehltritt, vor welchem der ernste Richter sie mit aufgehobenem Zeigefinger warnt!
4) Wie edel ist die Gestalt, wie schön