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verschiedenen Physiognomien aufgeprägt ist. Die Träger des Pabstes sind herrliche Portraits. Das Bildniß Julius II Raphaels Beschützer, (der Geist genug hatte, den siebzehnjährigen Jüngling gleich zu erkennen, und, wild wie er war, nach den beyden ersten allegorischen Figuren von Raphael – ich glaube die Theologie und Poesie – die Arbeiten der andern herunter schlagen zu lassen), ist hier festlich erhöht; obgleich man freylich nicht begreift, wie er plötzlich in dem Tempel erscheint?
4.) Messe von Bolsena. Dieses Non plus ultra der Zauberey des Pinsels, selbst eines Raphaels! Der Pabst ist ein göttlicher Kopf, und eine edle Gestalt. In der Gruppe der biedern Schweitzer-Garde, welche National-Physiognomie! Es sind Schwytzer, und Unterwaldner drunter. Gelb und hager stehen die Italiener vor den kräftigen Gestalten. Die vier Kerzen tragenden Altarknaben sind irrdische Engel. Es ist die höchste jugendliche Schönheit, Unschuld und Unbefangenheit. Links ist die Gruppe des Weibes, mit den drey