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An keinem Orte der Welt habe ich so viele Schnabelweide aufgehängt gesehen, als in Roma Santa. Wohlgemästetes Fleisch, Federvieh, lockende Früchte an allen Gassenecken; in allen Winkeln, auf allen Plätzen, rauchende Garküchen! Die Gegend um das Pantheon herum ist zumal ein wahres Pays de Cocagne; alles Geflügel der pontinischen Sümpfe liegt hier, wo nicht gebraten, doch wenigstens gerupft, bey tausenden umher; die Nacht macht dem Kaufen und Verkaufen kein Ende; noch spät am Abend sind diese ermüdenden Gallerien der Niederländischen Schule eröfnet, und vortheilhaft beleuchtet. Entweder muss ein Theil der neuen Römer übermässig geniessen, oder alle müssen wenigstens satt werden. Auch siehet man wirklich weniger verhungerte, als zerlumpte und von Schmutz entstellte Gestalten. Allein der Krüppel und mit eckelhaften Krankheiten Behafteten sind unzähilige. Die Kinder betteln meistens lachend, wenns nicht kalt ist. Schöne, schwarze und lebhafte Augen sind allgemein; allein die Wei-