Page:Tagebuch über Rom (IA tagebuchuberrom01brun).pdf/249

From LibMovIt
This page has been proofread

237

mond des Monte Mario und Montorio, von den Zipressen der Villa Millini bis zu den Pinien Cassini eingerechnet, mit Einem Blick.

Wir zählten 17 Kuppeln unter uns. Das Pantheon der Peters-Kirche stieg hoch in die Nebellüfte; das alte Pantheon aber ründete sich demüthig aus Roms Tiefen empor. Rechts lagen die schönen Gartenhaine des Pinzius, in große Massen üppigen Grüns zusammengedrängt; unter uns plätscherten die Fontainen der quirinalischen Gärten.

Nachmittags machten wir meine Lieblingsfahrt unter dem Palatin hin, und am Aventin wieder zurück, und sahen dann die Sonne sinken von der Terrasse Medici in eine Wolkenglorie, wie Guido sie oft belauscht haben muß. Karfunkel und Orange wechselte in den Glutströmen des Westen; der übrige Himmel war grau. Dann fuhren wir, dem steigenden Monde nach, über die Engels-Brücke; voll und still erröthend schwamm die große Kugel aus den Erddünsten den Aether hinan, und goß