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sten jungen Mütter, die man nur sehen kann; allein Kind und Mutter sind ohne jene Ahnungs-Glorie der Zukunft, mit welcher Raphael sein Christus Kind, und Guido, der fromme Garofalo, der schwärmerische Sasso-Ferrato, und der innige Fra Bartholomei ihre Madonnen umleuchten. Diese Vereinigung der Jungfrau, die mütterlich sich freut und liebt – der Mutter, die Wonne und Schmerz erfüllt, hohe Worte der Zukunft in ihrem Herzen bewegt, deren Freude jedes weibliche Herz nachempfindet, von deren Schmerzen jedes Menschenherz sich durchdrungen fühlt, auf deren Ahnungsflügeln jeder gläubige Geist sich hebt, war ein neues Geschenk der christlichen Religion an die Kunst.

Allein als die Künste aus den Ketten langer Barbarey sich loswanden – erwachte nur die Mahlerey; die Bildhauerkunst wird es nie unter nördlichem Himmel und nordischen Sitten. Dies zeigt nur der Gedanke einer Madre di Pièta, den sogar der mit der Antike so vertraute Michael Angelo in Marmor ausführ-