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und Seele lieb! Ich würde es zum Stilo sublimo der Mahlerey oder Raphaels hinversetzen. Einfalt des Geistes, Innigkeit des Gefühls, und die strengste Keuschheit in den Umrissen, ist mit einer unaussprechlichen ätherischen Leichtigkeit des Colorits (die ich um alles in der Welt willen nicht Schwäche nennen möchte) in diesem edeln Gemählde vereinigt. Die Komposition ist sehr verständig; die Figuren haben in ihren Stellungen jene Ruhe der innern Empfindung, welche die neuen Künstler sowohl des Meissels als des Pinsels (die Deutschen nur, wo sie von Franken und Britten sich irre leiten lassen) so oft durch Manier und geräuschvolle Bewegung vergebens bey dem Zuschauer zu erwecken streben. Die männliche Figur, welche mit höchster Anstrengung den Leichnam hebt, ist von unübertreflicher Wahrheit, und von der zartesten Schönheit; ein junges Weib im grünen Gewande, knieend mit leicht emporgehobenen Armen.

3.) Schöne H. Katharina, vom jungen Raphael; diese Weiber des jungen Raphael