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rakteristisch ist der langsame edle Gang des römischen Weibes; sie wandeln majestätisch einher, und die gemeine Römerinn thut es hierin unsern stolzesten Damen zuvor. Manches Weib von Tras-Tevere schien mir wie eine Juno zu wandeln, mit feurigem ernstem Hinblick des großen Auges.

Heute war es unmöglich aus dem Corso zu entkommen; man mußte sich langsam mit dem trägen Kutschenstrom fortwälzen lassen, und jedesmal, in der Stromenge des Pallastes Ruspoli, die immer lebhafter spielende Artillerie der immer an Größe wachsenden Gips-Bonbons (welches mit Gips überzogene Bimssteine sind, oft in der Größe einer Mandel) aushalten. Schon begann es im tiefen Corso zu dämmern; schon waren die unglücklichen, durch angehängte Spornen gereitzten Pferde uns vorbeygekeucht, und die Sonne gesunken; noch wurden wir langsam mit der Kutschen-Kolonne vorwärts geschoben.

Der ungeheure Lerm, die schwärmenden Unholde, die sich mit der größten Gefahr