279
hen! Ach! der zärtliche Vater ahnete nicht, indem er diese reitzende Verklärung dichterisch mahlte, daß indeß seinem eigenen Liebling die letzte Stunde nahe; die sanfte Mutter nicht, daß ihr Auge, oft in zärtlichen Thränen der Sehnsucht auf dem holden Gebilde verweilend, (in welchem das Vaterherz die Züge des eigenen Herzenskindes hinübergeströmt hatte) bald in der zarten Gruppe das Bild ihres entflohenen Engels (ihr zweyter Knabe starb in Stuttgardt während ihres Aufenthalts in Neapel an den Blattern) in dem freundlichen Genius suchen würde, der den kleinern Engel auf der Schulter trägt!
Den 11. Febr.
Wie ist uns in unserer neuen Wohnung so wohl! Hier lodert, an feuchten Morgen und kühlen Abenden, die erheiternde Kaminflamme; ich blicke über die Häuser bedeckte Anhöhe des Pincius (auf dessen der Höhe nahem Abhang ich wohne) ins alte Marsfeld, und, über dessen Häuser hinweg, an den grü-