293
Tarpeiia genannt wird, und für dessen Authentizität ich auch lieber stimmte; denn hier bildet der Fels wirklich einen schroffen Absturz, von dem man sich doch noch allenfalls todtfallen könnte. Man schaut hier ins Theater des Marcellus und an den Janiculus hinan.
VILLA ALDOBRANDINI
Wir besuchten sie in der Gesellschaft unsers Freundes, Hetsch. Daß ich mit dem berühmten antiken Freskogemählde, welches man in den Bädern des Titus fand, und welches unter dem Namen der Nozze Aldobrandine im kolorirten Kupferstiche schon einige Jahre über meinen Sopha in Kopenhagen hieng, den Anfang machte, war natürlich.
Ruhe der Darstellung, und leichte Anmuth, charakterisiren das Ganze. Die Braut, in sittsam verschämter Stellung, ist sehr hold; schön ist die Leyerspielerinn rechts – allein höchst unbedeutend der Herr Bräutigam, so wie die an den Altar gelehnte Figur. Die völlig erhal-