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es erlaubten, in der Villa Ludovisi spatzieren; es scheint, daß der römische Winter, der sonst mit dem Januar aufhört, dies Jahr nachkömmt; seit geraumer Zeit haben wir wenig gute Tage gehabt. – Orest und Elektra, Pätus und Arria, und der schöne Theseus, wurden besucht. Wie wird das wahrhaft Schöne, Große und Edle, doch bey jeder Anschauung anziehender, und gehet dem innern Sinn immer heller hervor! Dann besuchten wir noch den neulich zu Preneste gefundenen Antinous. Diese Colossal-Statue des als Heros travestierten Jünglings wird sehr bewundert. Das Haar mit dem Epheu-Traubenkranz und der Lotos-Knospe geschmückt, ist von bewundernswürdiger Schönheit und Eleganz. Allein ich gestehe gern, daß mir in dieser Statue ein Mangel verhältnißmäßsiger Kraft zu ihrer Grösse zu seyn schien, und sie in meinen Augen etwas schweres und unbeholfenes hat, bey aller Schönheit der Ausarbeitung. Kurz ich vermisse an diesem Kunstwerk das elastische Leben in der Ruhe, welches den Castor, den