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XII
Den 1. März 1796
Zoéga führte mich heute in den Pallast Ruspoli. Es regiert ein Skirrokko, wie ich ihn noch nie empfunden. Ueber allen Hügeln Roms schwimmt ein halbdurchsichtiges, halbconsistentes Fluidum, wie halbgeronnene Dick-Milch. Die Sonne sticht brennend hinein, ohne die zähe Masse zertheilen zu können. Wir traten in den dunkeln kühlen Pallast wie in eimen Schattenwald, und athmeten freyer in diesen sonst dumpfigen Gemächern.
Hier sieht man: 1.) Die Gruppe der Grazien. Jeder Fremde besucht sie, als die einzige von inigem Belange in Rom. Ich möchte sie nicht haben! Sie stehen kalt und flach da, und die Stellung der mittlern scheint mir sogar sehr ungraziös, weil, durch das Ausbreiten der Arme, der Rücken flach und eingebogen erscheint, und der sanfte Reitz, jene Wellenlinie des Nackens und der Schultern den Rücken hinab, verloren geht. Die Köpfe sind aufgesetzt, und