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türlich darauf fallen mußte, wenn ich mich umwendete, weil sie mich auf's Angenehmste überraschen, und das naive Gefühl eines Naturkindes beobachten wollten. Sie hatten mich gekannt. Dies edle Gemählde ergriff mich wie noch nie eins der neuern Kunst, und ich stand unbeweglich schauend und bis zu Thränen gerührt da!

Cleopatra sitzt, ziemlich nah' im Vorgrund, auf einem antiken Sessel, die Füsse auf einem Schemmel gestützt; das Gemach öfnet sich auf eine von jonischen Säulen getragene Vorhalle. Cleopatra kämpft still den Todeskampf, dessen Blässe sich sichtlich über ihr herrlich schönes Antlitz verbreitet. Aber dies in Thränen brechende gen Himmel gehobene Auge, dieser schmachtend geöfnete Mund, blickt und athmet Schmerz der Liebe, der selbst mit dem Tode noch, um ihr Bewusstseyn ringt. Diese zarte geistige Wahrheit war's, was mich vor Allem entzückte. Eine hohe Einfalt ist über dieses im großen Styl gedachte und mit Geschmack und Feinheit vollendete Gemählde ergossen. Die Gestalt der Cleopatra ist (frey-