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sich heben, und wo der redliche und fleissige Landmann noch den alten Ruhm sabinischer Sitten behauptet. Alle diese tiburtinischen Berge bilden keine großen und erhabenen Massen, und werfen nicht jene Schatten grösserer Form. Sie sind von einer mäßigen Höhe, kahl und trocken; allein, von fern erblickt, kleidet sie der Schmeichelduft italischer Lüfte mit weichern Tinten. Der Oelbaum herrscht hier, und alle diese dürren Berggelände sind mit falbem Grün bedeckt. Nur so weit die lebendige Fluth des Annio wirkt und bildet, ist alles belebt, umgrünt und bekleidet.
Lange hatte ich mich aus der Villa des Varus über den Schlund hingesehnt, auf das grüne Wiesfleckchen, welches zwischen den beyden Hauptfällen der Cascatellen auf der Felswand wie hingezaubert ist. Ich fragte unsern Führer, wie man dahin gelange? – Er sagte: "Die Mahler giengen oft dahin, aber nie sey noch eine Signora da gewesen"! Endlich versprach er, uns zu führen. Hier waren wir dann endlich einmal innerhalb des Annio, und gien-