Page:Tagebuch über Rom (IA tagebuchuberrom01brun).pdf/403

From LibMovIt
This page has been proofread

391

genommen. Der Geist wird in diese erhabnen abendröthliche Fernen unwiderstehlich hingezogen. 2.) In dem Gemählde der Neptuns-Grotte zu Tivoli (das Natur-Original zu besuchen verbot mir die Kälte und Nässe des Ortes) bewunderte ich den Wasserfall-Staub, von der Sonne durchschienen, der bis zur äussersten Täuschung dargestellt ist; das Ergreifen solcher momentanen Erscheinungen ist das grosse und gewiß seltene Verdienst dieses interessanten Künstlers. Sein Vorgrund ist äusserst nett.

Wir besuchten heute noch die einsame angenehme Villa Apollinari, und erfrenten uns in der Zauber-Villa Borghese der reiizenden Contraste, welche das dunkle und schwärzliche Grün der Lorbeere und Eichen mit den zarten Frühlingsfarben der Thränenweide, des jungen Rasens, der Ulmen und Platanen hervorbringen.