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den – der immer vollere Chor steigt, steigt, steigt (jener Himmelfarth Correggio's zu Parma vergleichbar) bis die immer zartern, doch stets hellen Töne plötzlich im unermeßlichen Aetherraum zu verschwinden scheinen. Meinem geschlossenen Blick öfneten sich neue Sinnen – der Gesang ward zur Erscheinung, und ich sah die musicierenden Glorien höher schweben und höher, über die abendröthlichen Gewölke, bis, im Gebiet des Aethers, das Bild mit den Stimmen sich verlor. Du weißt, daß diese Musik ein Orchester von 60 Menschenkehlen ist, ohne Instrumentalbegleitung. Diese reingestimmten Organe übertreffen aber allen übrigen Wohllaut auf Erden; man sieht die in einer hohen Seitenloge verborgenen Sänger nicht. Während dem Gesange verlöscht langsam eine hohe Altarkerze nach der andern; und als ich die Augen öfnete, fand ich mich, nach dem süßen Traum himmlischer Klarheit, in trübe Dämmrung des Lebens zurückversenkt.