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netöne des Miserere stiegen aus meinem Innern hervor; wie in der Kapella Sixtina begannen sie leise, schwollen wachsend an, füllten den Raum der Gewölbe mit Wohllaut, und hoben meinen Geist auf Schwanenflügeln empor!
Ich trat aus der Dämmerung ins Helle! Freunde begegnen sich, sanft lächelnd einander erkennend. Mitten unter dem strahlenden Kreutze drückte ich Julien an mein Herz! Julien, die wie eine Heilige glänzte, durchglüht von feuriger Andacht. Luisens hohe Gestalt, in melancholischen Ernst gehüllt, wallte an mir vorbey! Nach und nach erkannte ich mehrere befreundete Wesen unter dem Gewimmel unbekannter Gestalten. Es ward mir schwer, mich vom Ganzen loszureissen, um selbst bey geliebten Individuen zu verweilen; denn das Ganze war mir zur Erscheinung geworden.
Schaaren gedankenloser Anstauner trieben umher! Prinzen und Fürsten, Reiche und Arme, Mönche und Laien, Cardinale und Abbaten,